Klimafreundliche Heizsysteme

Die Gemeinden der Region Unterleberberg fördern klimafreundliche Heizsysteme

 

An der Veranstaltung «Heizung ersetzen und sparen – so geht’s!» vom 24. November 2016 informierten sich zahlreiche Liegenschaftsbesitzer aus den Gemeinden der Region Unterleberberg über die verschiedenen Heiz-/Wärmesysteme, mit welchen beispielsweise eine Ölheizung ersetzt oder optimiert werden kann.

 

In der Mehrzweckhalle in Riedholz treffen schon früh am Abend Interessierte ein, das Rednerpult ist bereits mit Mikrofonen bestückt. Die Fachpartner stehen hinter ihren Ständen und erklären den Besuchern ihre Energiewunder. Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung «Heizung ersetzen und sparen – so geht’s!» gehen von Tisch zu Tisch, löchern die Aussteller mit Fragen und lassen sich die Finessen der jeweiligen Produkte zeigen.

 

Nach der Begrüssung der über 70 interessierten Liegenschaftsbesitzerinnen und Liegenschaftsbesitzer durch den Präsidenten der Umweltkommission Riedholz Michel Aebi zeigten ExpertInnen in Vorträgen, an welchen Stellen die Wärme das Haus ungenutzt verlässt und welche Heizsysteme es gibt. «Um ein Heizsystem richtig beurteilen zu können, müssen immer alle Kosten und nicht nur die Investitionskosten berücksichtigt werden» erklärte Zeljko Lepur, Produktmanager Feuerungen der Firma Hoval AG. Anhand aktueller Energiepreise aus dem Kanton Solothurn wurden daraufhin die verschiedenen Heizsysteme miteinander verglichen. Dabei zeigte sich, dass Wärmepumpen – bei korrekter Dimensionierung und Konzeption – hoch effizient sind und über ihre gesamte Lebensdauer geeignet sind, um langfristig und klimafreundlich Energiekosten zu sparen.

 

Durch energetische Modernisierungen und den Ersatz von alten Heizsystemen lässt sich in der Regel die Hälfte des Energiebedarfs einsparen und der Gebäudewert kann oft sogar gesteigert werden. Bund und Kantone unterstützen Baumassnahmen durch zahlreiche Förderungen und Steuererleichterungen. «Bevor man loslegt, muss man jedoch genau wissen, wo die Schwachstellen sind. Hierzu schicken wir einen neutralen Energieberater ins Haus, der das Gebäude auf Herz und Nieren untersucht, einen Gebäudeenergieausweis erstellt und Modernisierungsvorschläge für die individuellen Bedürfnisse unterbreitet» führte Sven Roth, Energieberater bei Energie Zukunft Schweiz, weiter aus. Herr Roth zeigte weiter an einem Beispiel auf, dass mit guter Planung erhebliche Wohnkomfortsteigerungen möglich sind. So wurde aus einem energetisch mangelhaften und aus heutiger Sicht wenig ansprechenden Einfamilienhaus aus den 60er Jahren über die Zeit ein attraktives, klimafreundliches und im Unterhalt kostengünstiges Wohnobjekt.

 

Da in der Schweiz ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs im Wohnbereich anfällt und die meisten Häuser noch unzureichend gedämmt sind, ist das Sparpotential immens. Für einen ernsthaften Klimaschutz sind Anstrengungen in diesem Bereich unumgänglich, da durch das Wohnen grosse Mengen Kohlendioxid (CO2) emittiert werden.

 

Der Anlass wurde von den Umweltkommissionen Unterleberberg zusammen mit dem Verein Energie Zukunft Schweiz, der AEK Energie AG sowie der Umweltschutzorganisation WWF organisiert. Er bündelt alle relevanten Informationen zum Thema Heizungsersatz. Realisiert wurde der Anlass mit finanzieller Unterstützung des Kantons Solothurn.

 

Interessierte, die den Anlass verpasst haben, können die Präsentation auf der Webseite der Gemeinde Riedholz herunterladen.